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  • August 28, 2019

Position der CDU Fraktion im Gemeinderat zur Diskussion um das – oder um ein neues – Hallenbad für Isernhagen.

Position der CDU Fraktion im Gemeinderat zur Diskussion um das – oder um ein neues – Hallenbad für Isernhagen.

Position der CDU Fraktion im Gemeinderat zur Diskussion um das – oder um ein neues – Hallenbad für Isernhagen. 150 150 CDU Isernhagen

Seit rd. einem Jahr wird in Isernhagen über ein mögliches neues Hallenbad diskutiert. So schön es wäre ein neues Bad zu haben – das jetzige ist halt „in die Jahre gekommen“ – so wichtig ist es auch bei diesem Thema Maß und Mitte zu bewahren.

Die CDU Fraktion hat ihre Haltung zum aktuellen Stand der Gespräche wie folgt zusammengefasst:

Quo vadis Hallenbad Isernhagen?

Dass Isernhagen überhaupt noch ein Hallenbad hat, ist in hohem Maße Eckard Bade und dem Team um ihn herum zu verdanken. Für den laufenden Betrieb gilt das für Heiko Hesse und sein Team. Das Bad erfreut sich guter Frequentierung. Teilweise reichen die Kapazitäten nicht aus. Gleichzeitig ist aber unübersehbar, dass das Bad „in die Jahre gekommen“ ist. Der Schwimmsport in Isernhagen hat eine stetig positive Entwicklung zu verzeichnen.

„Immer weniger Schulen bieten Schwimmunterricht an, auch weil die Zahl der Schwimmbäder sinkt. Die Folge: Immer weniger Kinder können schwimmen“, so die DLRG, die am 19. November eine Petition gegen das Bädersterben in Deutschland gestartet hat.

Dem ist uneingeschränkt zuzustimmen, aber:
Ein Hallenbad ist für Isernhagen zweifellos ein Standortargument – aber keine zwingende Notwendigkeit. Dies vorausgeschickt ist die Idee eines neuen Hallenbades – ergänzt womöglich um eine Aufwertung des Sportareals beim TUS Altwarmbüchen – natürlich reizvoll. Hier würde ich mir auch mehr Empathie und Kompromissbereitschaft aller Beteiligten für eine etwaige „große“ Lösung wünschen. Ganz grundsätzlich sage ich aber für die CDU Fraktion im Gemeinderat: Es kann nicht sein, dass die Idee eines neuen Hallenbades unreflektiert mit Begeisterung aufgenommen werden muss und kritische Fragen als „Mäkelei“ abgetan werden.

Offene Fragen

Der Umfang / der Zeitpunkt / und die nachhaltige Sinnhaftigkeit der für das alte Bad erforderlichen Sanierungsmaßnahmen ist – als Alternative zu einem Neubau – nicht klar.
Ein Standort für ein neues Bad ist nicht gefunden.
Die Baukosten für ein neues Bad mit Ausmaßen für Wettkämpfe und einem Becken für Schwimmanfänger / Kinder scheinen – soweit bisher kommuniziert – deutlich zu positiv.
Und im Gegensatz zur verbreiteten Meinung hat Herr Bade eben noch kein Planungs- und Finanzierungskonzept für einen Neubau ohne Schnickschnack vorgelegt, das kostenbewusst alle Bedarfe der Schulen, Familien, Bürger sowie Sportvereine aufgreift.
Es fehlt ein durchgerechnetes Gesamtkonzept, das die Zusammensetzung realistischer Baukosten darlegt, die Finanzierung der Baukosten sichert und insbesondere, die Bezahlung der Folgekosten aus dem laufenden Betrieb transparent beschreibt. Erst ein solches Konzept versetzt die Verwaltung in die Lage für die Politik eine Beschlussvorlage zu erstellen.
Wenn ein Betreiber – aus welchen Gründen auch immer – ausfällt, wäre ein Hallenbad – vielleicht nicht de jure aber sicher de facto ein Fall für die Zuständigkeit der Gemeinde. Die Gemeinde ist aber zu klein, eine solche Aufgabe sachgerecht nachhaltig wahrzunehmen.
Isernhagen hat mit den beschlossenen Investitionen in den Themenbereich „Kinder und Bildung“ einige Herausforderungen zu stemmen.
Und das ist ja nur eine der vielen Aufgaben einer kommunalen Daseinsvorsorge.
Die CDU Isernhagens und hier speziell die CDU in Altwarmbüchen ist aufgrund ihrer jahrelangen aktiven Unterstützung des Hallenbades aus meiner Sicht unverdächtig sich nicht für den Fortbestand eines Hallenbades in Isernhagen zu engagieren – aber nicht um jeden Preis. Isernhagen kann viel – darf aber nicht leichtfertig seine finanzielle Handlungsfähigkeit auf’s Spiel setzen.
Warten wir also das Konzept und die Gespräche mit den Banken ab und entscheiden dann.

Helmut Lübeck / Vors. CDU Ratsfraktion